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Hier unser Ratgeber des Monats

Das trockene Auge - was wirklich hilft

Christine Dietsch, PTA, FachPTA für Dermopharmazie

Ihr Apothekentipp für Juni von Christine Dietsch

Andrea Beck PTA
Andrea Beck
PTA

Ihr Apothekentipp für Juni von Andrea Beck

Es brennt, juckt und schmerzt, das trockene Auge. Neue Erkennt­nisse über die Ursachen ermö­gli­chen eine gezieltere Behand­lung.
Studien haben gezeigt, dass bei einem trockenen Auge meist nicht die Tränen­drüsen versagen, sondern die Zusam­men­setzung der Flüssig­keit nicht stimmt.

Pflege des Lidrandes
Bei der Mehr­zahl der Patienten ist die schützende Fett­schicht der Tränen zu dünn oder löchrig. Das fördert die Verduns­tung des Tränen­films, er reißt rascher auf. Die soge­nann­ten Meibom-Drüsen scheiden das Fett an den Lid­rändern aus. Sie können sich entzünden. Dann verstopft das Sekret oft die Ausführ­gänge. Der Fokus der Behand­lung liegt daher auf dem Lid­rand. Feucht­warme Kompressen helfen, das Sekret auf­zu­weichen, eine Lidrand­massage unter­stützt die Drüsen. Zudem gibt es in der Apotheke spezielle Tropfen und Gele, die Fett­anteile enthalten und so die Tränen­schicht stabilisieren. Verur­sachen Erreger die Ent­zün­dung der Drüsen, wird der Arzt Antibiotika verordnen. In hart­näckigen Fällen kann er die Ausführ­gänge mit Mini-Sonden weiten.

Augentropfen als Basistherapie

Hilft die Behand­lung der Meibom-Drüsen nicht, bilden Augen­tropfen die Basis­therapie. Dabei gilt: aus­pro­bieren und Erfah­rungen sammeln. Im Allgemeinen beginnt man mit dünn­flüssigen Lösungen. Reichen sie nicht aus oder muss man zu oft nach­tropfen, kann ein Umstieg auf dick­flüssigere Präparate helfen. Diese können aller­dings die klare Sicht beein­träch­tigen. Daher besteht auch die Möglich­keit tagsüber die Tropfen und nachts ein spezielles Gel oder eine Salbe zu ver­wenden. Andere Patienten bevor­zugen ein Spray, das auf die geschlossenen Lider gesprüht wird. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten!

Weitere Tipps
Was den Augen noch gut tut: Den Raum immer gut lüften, Luft­befeuchter ver­wenden, beim Lesen oder bei der Arbeit am Computer häufig und bewusst blinzeln. Verzichten Sie möglichst auf das Ein­schalten von Gebläsen, auf Zigaretten und schlafen Sie ausreichend.

 

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