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Hier unser Ratgeber des Monats

Die akute Magenschleimhautentzündung

Dr. Birgit Rothemund, Apothekerin, Fachgebiet geriatrische Pharmazie
Dr. Birgit Rothemund
Apothekerin, Fachgebiet geriatrische Pharmazie

Ihr Apothekentipp für September von Dr. Birgit Rothemund

Britta Dammann Apothekerin, Fach-Apothekerin für Allgemeinpharmazie
Britta Dammann
Apothekerin, Fach-Apothekerin für Allgemeinpharmazie

Ihr Apothekentipp für September von Britta Dammann

Hier erfahren Sie mehr über Symptome, Ursachen und die Behandlung einer Gastritis!

Sie haben plötzlich einsetzende krampfartige Schmerzen im Oberbauch, ein Druckgefühl in der Magengegend, keinen Appetit und verspüren Übelkeit? Hinter solchen Beschwerden steckt oft eine akute Gastritis.

Im Magen wird das verspeiste Essen durchmischt, zerkleinert und vom sauren Magensaft durchtränkt. Die Magenschleimhaut schützt ihn dabei vor der Säure. Verschiedene Faktoren können diese Schutzschicht angreifen oder dazu führen, dass zu viel Magensäure entsteht. Mögliche Folge: eine Entzündung der Magenschleimhaut.

Typische Auslöser sind: zu viel Nikotin, Alkohol, Kaffee oder scharfes Essen; akute Infektionen mit Bakterien, Viren oder Schimmelpilzen; Lebensmittelvergiftungen; starker Stress und die Einnahme schleimhautreizender Medikamente (z.B. Diclofenac, Ibuprofen).

Gönnen Sie sich in diesem Fall erst einmal Ruhe. Essen Sie nur leichte Kost und lieber mehrere kleine Mahlzeiten. Verzichten Sie auf Alkohol, Kaffee und Nikotin. Hilfreich sind feuchtwarme Umschläge auf den Oberbauch und Heilkräutertees wie Kamillen-Fenchel-Tee, der krampflösend und entzündungswidrig wirkt. Eine akute Gastritis klingt meist von alleine in wenigen Tagen ab.

Benötigen Sie Arzneimittel dann lassen Sie sich bei der Auswahl eines Präparates beraten. Antazida, binden die Säure und schützen die entzündete Magenschleimhaut gegen zu viel Magensäure. Alternativ kommen auch sogenannte Protonenpumpenblocker oder H2‑Rezeptorantagonisten infrage. Bei Magenkrämpfen helfen Schmerzmittel wie zum Beispiel Paracetamol, in Verbindung mit einem krampflösenden Wirkstoff.

Zum Arzt sollten Sie gehen, wenn die Erkrankung nach drei bis vier Tagen nicht abgeklungen ist und auch, wenn Sie sich sehr krank fühlen. Sofort zum Arzt müssen Sie, wenn Sie Anzeichen einer Magenblutung (Erbrechen von Blut oder kaffeesatzartiges Erbrechen, schwarzer Stuhlgang) bemerken. Ebenfalls zum Arzt sollten Sie bei sehr heftigen Schmerzen oder starkem Flüssigkeitsverlust durch Erbrechen oder Durchfall.

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